Hackeando el Género vol. 2 . Live Coding by Mitzi Olvera at Mercenarias del Fango’s VR concert

Mitzi Olvera uses Sonic Pi to produce her music and is a Mexican live coder.

Mitzi is part of Híbridas y Quimeras, a collective that seeks the dissemination of experimental music made by women, in safe and discrimination-free environments to freely socialize our sound practices and reach mutual learning. The aesthetics of what is presented is mainly, but not exclusively focused on, electronic noise. “Hybrid chimeras” will present a series of shows which protagonists will be (mainly) Latin American female musicians’ commented sound pieces through a brief interview in which they will explain how they work, what tools they use, and their ideas on the experimental music scene.

https://vimeo.com/mxzy

Synchronisation unterwegs im Leipziger Off-Spaces

SYNCHRONISATION

Stell dir vor  du bekommst eine Nachricht: in irgendeinem Offspace, sollen sich an einem Montag im Oktober 2019 Musiker*innen, Künstler*innen und Performance-Artists versammeln um ihrer Kreativität freien lauf zu lassen. Du folgst dem Aufruf und gelangst in eine seit Jahren leerstehende Halle. Zunächst wirkt es etwas überfordert, wie in jeder Ecke irgendwas passiert. Doch dieser Mix fügt sich zu einem audiovisuellen Raum mit genug  Platz für eigene Ideen. Du fühlst dich direkt eingeladen mitzumachen. Es formt sich zu einer Art Symphonieorchester, einem großen Ganzen, beinahe einer Extase. Es schwingt etwas illegales in der Luft. An diesem Montagabend haben sich alle vorgenommen den Raum mit Ihren Spielzeugen zu interpretieren. Es gibt keine Running Order, es gibt nur den Prozess und auch wenn sich alle irgendwie über ein paar Ecken schon mal gesehen haben, so lernt man sich gegenseitig einmal mehr neu kennen.

Das Vorgehen ist klar: Wir besorgen uns einen Generator, legen ein langes Stromkabel in die Mitte der Halle und von da aus verteilen sich Musikinstrumente, Verstärker, Projektoren, Laptops, Synthesizer in alle Richtungen. Hier baut sich ein Schlagzeug auf, dort erweckt der Beamer die voll gesprayte  Wand zum leben. Es schlagen Wellen akustisch und visuell. Der Ton des Saxophons schlängelt sich um die Säulen der Halle, zerfließt im Widerhall und paart sich mit rhythmisch quietschendem Styropor, das bereits vor uns hier war. Laserstrahlen schneiden den Raum und lassen die Decke verschwinden. Am Ende des Raums sind übermenschlich große Schatten, sie tanzen im Lichtstrahl. Wenn man die Quelle dieser, also die Tänzer*innen beobachtet, ist man fasziniert wie konzentriert und zugleich unbefangen sich diese Performance zu dem Rest fügt.

Es baut sich stetig auf. Am Mikro wechseln sich die Interpreten. Es ist eine Improvisation, ganz klar, aber es fällt schwer das Geschehen wie eine sonst übliche Jam zu verstehen. Vielmehr handelt es sich um einen Prozess, begrenzt durch zeitliche und räumliche Kapazitäten. Paar Stunden später wird man nicht mehr sehen, dass wir überhaupt da waren. Willkommen zur Synchronisation. Denn übersetzt man diesen Begriff aus dem griechischen, so stellt man fest: ‘syn’ – bedeutet zusammen und ‘chronos’ – Zeit.

Text: Maxim Kraszavin

Produktion: Aliya Sayfart

Musiker:

Adrian Ciesielski

Hannes Mischke

Sebastien Branche

Tupac

Andi (Trashboo)

Simon Clement (Møn)

Maxim Kraszavin

Achim Kolba

Darko Mijatovic

Richard Istel

Ksu Pankratova

Wert Kollektiv

und andere die wir leider vergessen haben, entschuldigt

Kupalua live at Teatro dos Arcos, Sao Paulo Brazil

01:30 – 02:00

Kupalua is always in transit. There’s no trace of morals or frontier. It’s simultaneously extra-terrestrial and earthly-physical-corporeal. Travels from the interior of the pussy to outer space in the speed of light.

There’s no separation between nature-culture or body-cosmos. What is root and what is synthetic. Rooster, frog, rain, melodic voice, synthesizers, microphones and processors. The body’s construction as prosthetics and light depict the sonorous landscape. Laser prothesis are making contact with us and with outer-space while every matter flows through timbers that leaves us given over to estrangement.

I don’t know where I am when I listen/see Kupalua, if I’m underwater or if I’m suspended, weightless, timeless, without story, without clothes. It’s a journey completely inside of sound waves

 

Lager 2 by horG Kollektiv

Im Lager 2 werden Klänge geschaffen, festgehalten, sortiert, arrangiert und archiviert.
Die wöchentlichen Ausschnitte aus diesem Archiv bestehen aus improvisierter, sowie konzeptualisierter Klangforschung von verschiedenen Künstlern.
Das Basismaterial wird immer beim ersten Versuch eingefangen, um die live Energie der Spieler einzufangen.
Zur Unterstützung der Künstler, sind alle Sessions in guter Qualität unter  https://janeinargroh.bandcamp.com/ zu finden.

4uurtje

4uurtje originally was a monthly get-together hosted in my living room in Rotterdam, thought as a four-hour long listening session with shared silence and snacks. Since social measures don’t allow us to get together again, 4uurtje goes online. The idea stays the same: we huddle together around the latest musical epiphanies, spanning from folk to post-punk and jazz, from ambient to electro and bass. Each time 4uurtje invites guests to share their delicious selection, bless us with a concert or catapult their visuals on the stream. All in all it is still an informal way to shape a cozy setting, offering Sunday treats to a growing network of friends.

Linus B combines objects, images, sounds and words to get closer to the unreachable bottom of things, where meaning so little means so much. Led by whim and determination, he looks for continuity in contingencies, embracing undecidedness as a method of playing. He currently lives and studies in Rotterdam