#1 Music For Pieces Of Wood

In dieser Episode ist Hans Arnold zu Gast. Er ist Schlagzeuger und Klavierbauer, seine Band heisst Holzig und er hat in diesem Jahr auch als Solokünstler eine Platte namens „And Finally The Rain“ bei Teleskop veröffentlicht.  Ausserdem spielen wir beide zusammen bei Elephants On Tape.

 

Das Thema, mit dem wir uns musikalisch beschäftigen, heisst „Music For Pieces Of Wood“. Wir nehmen den Titel zum einen wörtlich, indem wir hölzerne Gegenstände als Percussioninstrumente und gesampelt verwenden. Zum anderen haben wir uns mit dem Gestus von Steve Reichs gleichnamigem Stück auseinandergesetzt, das ähnlich wie „Clapping Music“, welches die meisten bestimmt kennen, mit rhythmischer Verschiebung von Pattern arbeitet.

 

Hans Arnold: https://hansarnold.bandcamp.com/releases

Music For Pieces Of Wood (Steve Reich): https://www.youtube.com/watch?v=Mv_8UaP_QRI

Oh No Noh Radioh

“Oh No Noh” ist das Soloprojekt von Markus Rom. Innerhalb von “Oh No Noh Radioh” setzt er sich mit experimentellen Konzepten des Musikmachens auseinander. Im musikalischen Dialog mit wechselnden Gästen aus der experimentellen Szene entstehen Klangkollagen, kombinierte Musikstücke und Improvisationen.

Lager 2 Sessions

Diese Woche habe ich vier duo Sessions mit Fabian Adams geremixed. Zwei der Vier Stücke bleiben unbearbeitet. Die anderen beiden wurden durch die elektrische Mangel gedreht.
Wie immer gibt es die Veröffentlichung auch in top Qualität auf unserem Bandcamp

Lager 2 Sessions #6

This Weeks show features a longtime project of mine called Radial Engine. It features Fabian Adams on Saxophone, Tobias Fröhlich on Bass and myself on Drums und FX.
If you want to support the musicians, all releases are available in prestine quality Bandcamp

Lager 2 Sessions #5

This week features no input mixing board explorations by Lager 2 residents Arthur Kohlhaas and Jan-Einar Groh.

As always, if you want to support Lager 2 check out the Bandcamp page bellow

Synchronisation unterwegs im Leipziger Off-Spaces

SYNCHRONISATION

Stell dir vor  du bekommst eine Nachricht: in irgendeinem Offspace, sollen sich an einem Montag im Oktober 2019 Musiker*innen, Künstler*innen und Performance-Artists versammeln um ihrer Kreativität freien lauf zu lassen. Du folgst dem Aufruf und gelangst in eine seit Jahren leerstehende Halle. Zunächst wirkt es etwas überfordert, wie in jeder Ecke irgendwas passiert. Doch dieser Mix fügt sich zu einem audiovisuellen Raum mit genug  Platz für eigene Ideen. Du fühlst dich direkt eingeladen mitzumachen. Es formt sich zu einer Art Symphonieorchester, einem großen Ganzen, beinahe einer Extase. Es schwingt etwas illegales in der Luft. An diesem Montagabend haben sich alle vorgenommen den Raum mit Ihren Spielzeugen zu interpretieren. Es gibt keine Running Order, es gibt nur den Prozess und auch wenn sich alle irgendwie über ein paar Ecken schon mal gesehen haben, so lernt man sich gegenseitig einmal mehr neu kennen.

Das Vorgehen ist klar: Wir besorgen uns einen Generator, legen ein langes Stromkabel in die Mitte der Halle und von da aus verteilen sich Musikinstrumente, Verstärker, Projektoren, Laptops, Synthesizer in alle Richtungen. Hier baut sich ein Schlagzeug auf, dort erweckt der Beamer die voll gesprayte  Wand zum leben. Es schlagen Wellen akustisch und visuell. Der Ton des Saxophons schlängelt sich um die Säulen der Halle, zerfließt im Widerhall und paart sich mit rhythmisch quietschendem Styropor, das bereits vor uns hier war. Laserstrahlen schneiden den Raum und lassen die Decke verschwinden. Am Ende des Raums sind übermenschlich große Schatten, sie tanzen im Lichtstrahl. Wenn man die Quelle dieser, also die Tänzer*innen beobachtet, ist man fasziniert wie konzentriert und zugleich unbefangen sich diese Performance zu dem Rest fügt.

Es baut sich stetig auf. Am Mikro wechseln sich die Interpreten. Es ist eine Improvisation, ganz klar, aber es fällt schwer das Geschehen wie eine sonst übliche Jam zu verstehen. Vielmehr handelt es sich um einen Prozess, begrenzt durch zeitliche und räumliche Kapazitäten. Paar Stunden später wird man nicht mehr sehen, dass wir überhaupt da waren. Willkommen zur Synchronisation. Denn übersetzt man diesen Begriff aus dem griechischen, so stellt man fest: ‘syn’ – bedeutet zusammen und ‘chronos’ – Zeit.

Text: Maxim Kraszavin

Produktion: Aliya Sayfart

Musiker:

Adrian Ciesielski

Hannes Mischke

Sebastien Branche

Tupac

Andi (Trashboo)

Simon Clement (Møn)

Maxim Kraszavin

Achim Kolba

Darko Mijatovic

Richard Istel

Ksu Pankratova

Wert Kollektiv

und andere die wir leider vergessen haben, entschuldigt

Phallucipher world premier

Phallucipher is a recently generated improv analogue electronics project of 2 Berlin-based female experimentalists. This is a live recorded session in their Berlin location implementing found sound elements, modular synths and various sound generating custom made devices. 

https://instagram.com/alexandra__macia?igshid=157k5rgdi2dgx

https://instagram.com/maidengawd?igshid=zta2xcvj2q2j

Lager 2 by horG Kollektiv

Im Lager 2 werden Klänge geschaffen, festgehalten, sortiert, arrangiert und archiviert.
Die wöchentlichen Ausschnitte aus diesem Archiv bestehen aus improvisierter, sowie konzeptualisierter Klangforschung von verschiedenen Künstlern.
Das Basismaterial wird immer beim ersten Versuch eingefangen, um die live Energie der Spieler einzufangen.
Zur Unterstützung der Künstler, sind alle Sessions in guter Qualität unter  https://janeinargroh.bandcamp.com/ zu finden.